Ein Worte zum Sonntag: Stille

Guten Abend,

heute mal etwas “Stilles”. Irgendwie ist es in letzter Zeit sehr hektisch so im Leben durch die ganzen Prüfungen und vieles Arbeiten. Da genieße ich gerne mal ein paar stille Momente. Und meistens fällt einem das erst auf, wenn es auch wirklich still ist. Also so wirklich. Ohne Musik im Hintergrund, ohne irgendwelche anderen Personen im Raum etc.. Man gewöhnt sich so schnell an die Geräuschkulisse, dass einem gar nicht auffällt, von wie vielen Eindrücken man da eigentlich umgeben ist und das ohne die visuellen und olfaktorischen zu beachten. Geräusche sind was tolles, aber eben auch keine Geräusche.

In diesem Sinne einen stillen Sonntagabend!

mehr Bilder hier.

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Leserliches: Der Schatten des Windes

Jetzt hatten wir hier schon etwas sehenswertes, etwas hörenswertes und nun folgt etwas lesenswertes 🙂

Unsere erste leserliche Empfehlung ist “Der Schatten des Windes” von Carlos Ruiz Zafón. Damit ihr wisst, worum es geht, hier erstmal der Klappentext:

Als der Junge Daniel den geheimnisvollen “Friedhof der vergessenen Bücher” betritt, ahnt er nicht, dass sein Leben eine dramatische Wende nehmen wird. “Der Schatten des Windes”, das Buch, das er für sich auswählen darf, wird ihn nicht mehr loslassen. Immer mehr taucht Daniel in die faszinierende Handlung des Romans ein, und auch sein eigenes Leben scheint sich den Gesetzen dieser Geschichte zu unterwerfen…”

Ich weiß nicht, was ich erwartet habe. Erwartet hatte ich aber auf jeden Fall nicht das. Ich war wirklich sehr positiv überrascht! Empfohlen wurde es mir schon seit langer Zeit von mehreren verschiedenen Leuten (ist ja nicht das neuste Buch) und kaum habe ich es dann in dem Bücherregal meiner Mutter entdeckt, war es meins 😉

Überzeugt hat mich die Handlung, die zwischendurch immer verworrener erscheint und dann in der Auflösung doch irgendwie so klar und gleichzeitig auch überraschend ist. Noch schöner fand ich aber die Schreibweise des Herrn Zafón. Wie durch einen Sog wird man in den Bann Barcelonas gezogen und fühlt in jeglicher Weise verbunden mit den Protagonisten. Und abends vor dem Schlafengehen lesen ist irgendwann nicht mehr…Einen Gruselfaktor hat es nämlich auch!

Also definitiv eine ans-Herz-leg-Empfehlung und viel Spaß beim Lesen!

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Ein Worte zum Sonntag: Jahresaufgabe

Achtung, dieser Text handelt im weitesten Sinne von guten Vorsätzen und könnte unter Umständen sogar welche enthalten… Eigentlich wollte ich nicht über solche nachdenken und halte auch nicht viel von diesen Vorhaben, da diese meistens eher nur ein sich wiederholender selbsttrügerischer Akt des Besserfühlens sind. Meine Meinung.

Also warum befasse ich mich doch damit? Erstens, weil man ja doch irgendwie nicht wirklich drum rum kommt. Zweitens: Gestern habe ich ein besonderes Geschenk erhalten, was man quasi als guten Vorsatz behandeln kann und mich so sehr begeistert hat, dass ich das einfach teilen möchte und jemanden vielleicht zum anschließen bewegen kann.

Ich mache mehr Sport. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie/Freunden. Ich ernähre mich gesünder. Ich suche mir einen neuen Job, in dem ich glüklich werde. Was auch immer. Diese Vorsätze kommen jedes Jahr wieder, denn man hat sie nicht erfüllt. Wäre einem das gelungen, würde man nicht jährlich über sie nachdenken. Das “Problem”, wenn man das so nennen kann, ist dabei nur, dass man ja, nur weil ein neues Jahr begonnen hat, nicht automatisch auch ein neuer Mensch ist. Man ist nicht disziplinierter. Man kann vielleicht nicht einfach so den Job wechseln etc. Spätestens im Februar ist alles schon wieder in eine Schublade gepackt. Abgeschlossen und den Schlüssel an einen sicheren Ort deponiert, versteht sich.
Das alles sind doch eher konjunktive Wünsche, die man hat, wie man gerne sein würde, wie man gerne gewesen wäre. Doch ich glaube ein jeder weiß, dass Wünsche nicht einfach so in Erfüllung gehen. Man muss etwas dafür tun.

Das heißt aber nicht, dass ich faul bin oder nicht dazu gewillt, mir solche Wünsche zu erfüllen. Ich kenn mich einfach und weiß, dass ich nicht genug Disziplin dafür habe. Mittlerweile weiß ich ebenfalls sehr genau, welche Wünsche ich mir erfüllen kann und welche nicht. Vielleicht sollte man gerade da anfangen. Sich besser kennenlernen. Seine Grenzen und Möglichkeiten erkennen.

Und damit komme ich zu meinem Geschenk. Eine Aufgabe für das ganze Jahr 2014. Im ersten Moment war ich begeistert, im zweiten dachte ich schon: “Ob ich das durchalte?” Denn wie gesagt, ich bin nicht die disziplinierteste. Ich bin eher der Typ Mensch von allem ein bisschen, nur wenige Sachen bleiben länger. Zuerst Feuer und Flamme und dann nur noch Glühen.
Aber deswegen behandle ich dieses Geschenk als einzigen Vorsatz dieses Jahr. Diese Aufgabe durchzuhalten. Denn am Ende habe ich dann nicht nur etwas geschafft, etwas durchgehalten, sondern ich habe auch noch ein (hoffentlich) schönes Ergebnis für ein Leben lang.

Um den Hintergrund vielleicht besser zu verstehen, möchte ich zuerst die Geschenkegeberin zitieren:

Schon oft ist mir aufgefallen, dass wir Menschen, in dieser hektischen Welt, vergessen darauf zu achten, was uns Wunderbares widerfährt, dass wir oftmals das Negative das Positive überschatten lassen und nicht merken, was wir Tolles erleben dürfen. Zudem sollte man unterscheiden, zwischen Negativem, was einen bereichert und dem, was einem nun wirklich nichts bringt. Denn nicht alles Negative ist zwangsläufig auch schlecht. Ich glaube, wir wären nicht die, die wir jetzt sind, wenn alles schon immer nur glatt oder langweilig gelaufen wäre. Denkst du nicht auch?

Und ich kann ohne darüber nachzudenken antworten: JA! Und was ich fast noch schlimmer finde ist, dass Menschen, die immer negativ sind, andere positiv eingestellte Menschen mit in ihren Sumpf ziehen können. Klar gibt es echt bescheidenen Momente und Erlebnisse, in denen es wirklich schwer ist, das Positive zu finden, manchmal muss man das glaub ich auch nicht. Aber es kommt auch auf die Kleinigkeiten an. Und darum geht es in meiner Aufgabe.

Geschenkt bekommen habe ich ein Notizbuch, eine Einwegkamera, eine Packung Fotoecken und eine Anleitung. Ein Jahr lang soll ich bestimmte positive Dinge, die mir widerfahren sind, festhalten. Wie, ist mir überlassen. Am Ende des Jahres stehe ich allerdings unter Beweispflicht. Dafür die Einwegkamera und das Notizbuch.

Meine Aufgaben:

  • 10 Wörter, die mir entweder neu sind, in diesem Jahr sehr oft benutzt habe oder mir einfach nur gut gefallen.
  • 3 Orte festhalten, an denen ich dieses Jahr sehr gerne war.
  • 1 Sache kaufen, die ich mir schon lange kaufen wollte, aber nicht getan habe.
  • 1 Sache finden, die ich an mir mag.
  • Etwas tun, was ich schon immer mal tun wollte, aber noch nie getan habe.
  • Mein Lieblingsbuch für dieses Jahr wählen.
  • Mein Lieblingsfilm für dieses Jahr wählen.
  • Den schönsten Monat in diesem Jahr wählen.
  • Den schönsten Tag in diesem Jahr wählen.
  • Das festhalten, was ich nicht erwartet hätte, aber dennoch eingetroffen ist.
  • Jeden Monat ein bis zwei besondere oder entscheidende Momente festhalten.

Und am Ende hat man dann ein wunderschönes Erinnerungsbuch, in dem man immer wieder blättern kann und sich an die schönen Sachen zurückerinnern kann. Und dieses Geschenk kam so passend, da ich diesen Jahreswechsel als so fließend empfand, dass ich irgendwie das Gefühl hab, ich hätte Sylvester verpasst. Dabei stand ich punkt Mittenacht auf einem (halbwegs) einsamen Berg und habe dem Jubel zugschaut. Aber die Geschichte kommt demnächst noch.

Ob ich nun den guten Vorsatz verwende: Ich achte mehr auf mich selber oder diese Aufgabe als Synonym verwende. Es ist ein Wunsch, den ich mir dieses Jahr erfüllen möchte.

Wisst ihr jetzt, warum ich begeistert bin? 😉 Vielleicht auch nicht. Vielleicht haltet ihr das auch für albern. Mir aber egal. Ich machs und bin gespannt auf Ende des Jahres, dann gibt es bestimmt eine Auswertung hier. Oder ihr fühlt euch motiviert und macht mit?

Wie auch immer. Jetzt ist das hier ganz schön lang geworden, aber ich hatte eben viel zu sagen haha. Schön, wenn du es hier bis zum Ende geschafft hast. Und als Schmankerl gibt es jetzt noch ein Video, um das man eben auch nicht wirklich rumkommt. Aber die gute Frau hat einfach nur Recht.

Einen schönen nachdenklichen Sonntag

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Musikalisches: Alin Coen Band

Hallöle,

heute unsere erste musikalische Empfehlung (*Trommelwirbel*): Alin Coen Band

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie bekannt dieses Vierergespann von drei Männern und einer Frau ist. Kennen- und lieben gelernt hab ich ihre Musik letztes Jahr im Sommer auf einem Konzert. Dort waren sie mit einer der Vorbands. Eher gar nicht darauf geachtet sondern mehr die restlichen Sommersonnenstrahlen im IFA Sommergarten genossen und gequatscht, wurde ich dann doch relativ schnell in ihren Bann gezogen. “Das gefällt mir” war mein erster Gedanke. Also genauer hingehört, am nächsten Tag gleich das WWW durchstöbert und fündig geworden. Seit dem immer mehr und öfter sehr gerne gehört!

Manchen sind sie vielleicht noch durch die Neuen DeutschPoeten bekannt.

Warum heißen sie so wie sie heißen? Ganz einfach: Die Gruppe formiert sich um die Singer-Songwriterin Alin Coen, deren Stimme wirklich sehr schön, sehr sanft ist. Mal deutsche, mal englische Texte, mal leise und mal etwas lauter. Egal wie, immer schön! In welche Genres diese sich bewegen kann ich gar nicht so genau sagen, da geb’ ich zu, bin ich ganz schlecht drin… aber Freund Google sagt irgendwas zwischen Akustik, Pop, Folk und Funk. Auf jeden fall sind sie schon eher was zum auf der Wiese liegen und genießen oder als Entspannungsmusik nach einem stressigen Tag.

Damit ihr euch das noch besser vorstellen könnt, gibt’s hier was zum Anhören:

Was sagt ihr so?

Für mehr hier klicken: Offizielle Website

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Ein Worte zum Sonntag: zu spät

Wie ihr seht, seht ihr…einen relativ leeren Blog. Da kündigen wir großkotzig und mit stolzer Berliner-Schnauze unseren guten Vorsatz für dieses Jahr an und schaffen es innerhalb der ersten zwei Wochen ihn nicht einmal einzuhalten. Traurig aber wahr.

Aber! Nix ohne Grund. Wie die meisten das wahrscheinlich von euch kennen werden, hatten wir einfach sau viel um die Ohren. Weihnachten, Urlaub, Sylvester und |L kurz vor (bzw. jetzt nach) ihren Examensprüfungen. Und als hätten wir es abgesprochen ist nun A| im allsemestrigen Prüfungsmodus.

Deswegen heute auch nur ein kurzes Update, quasi Lebenszeichen, in Form eines verspäteten Worte zum Sonntag.

Und damit es euch nicht langweilig wird (haha) hier, was euch in den nächsten Wochen erwarten wird:

– musikalische, sowie leserliche Empfelungen

– weitere außergewöhnlich wissenschaftliche Moleküle

– etwas Selbstgemachtes

und zu guter Letzt:

– eine bayrische Geschichte

sowie

– Fernwehberichte von uns beiden.

A|L

2014

Ihr Lieben,

wir wünschen Euch ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2014!

Unser guter Vorsatz: mehr bloggen, bzw. es zumindest versuchen. Ist doch gar nicht so einfach wie vorerst gedacht 😉

Genießt noch den restlichen ersten Tag dieses ersten Jahres und nehmt euch nicht zu viele gute Vorsätze vor.

Bis dahin

A|L