Natur und Technik

Bei der Suche nach einem interessanten Thema, lasse ich mich gerne von meinen Mitmenschen inspirieren. Und zu diesen Menschen gehören Leute aus sämtlichen Fachbereichen die es so gibt. Das heutige Thema verbindet gleich mehrere Bereiche der Naturwissenschaften miteinander: Ingenieurwesen, Physik, Chemie, Biologie, Materialforschung und bestimmt noch einige andere. Und vielleicht können es schon einige von Euch erahnen, es geht heute um BIONIK.

Bionik, verbindet die beiden Wörter der BIOlogie und techNIK und somit auch die oben erwähnten Fachbereiche. Laut Duden handelt es sich um eine “angewandte Wissenschaft, die technische, besonders elektronische Probleme nach dem Vorbild biologischer Funktionen zu lösen versucht”.

Das ganze gibt vielleicht eine Ahnung worum es zu gehen scheint, aber für eine genaue Vorstellung reicht diese Definition noch nicht aus. Der Leitgedanke ist einfach zusammengefasst. Technische Lösungen finden, durch die Natur inspiriert. Denn schon Leonardo da Vinci wusste:

Der menschliche Schöpfergeist kann verschiedene Erfindungen machen (…), doch nie wird ihm eine gelingen, die schöner, ökonomischer und geradliniger wäre als die der Natur, denn in ihren Erfindungen fehlt nichts, und nichts ist zu viel.

Somit war euch Leonardo da Vinci auf gewisse Art ein Bioniker. Er schaute sich Dinge in der Natur ab und versuchte sie mit seinen Möglichkeiten in technische Nachahmungen umzuwandeln, so zum Beispiel sein Flugapparat. So sind viele Erfindungen aus der Natur abgeschaut, doch die Bionik eröffnet mit der heutigen Technik ungeahnte Möglichkeiten.

Einer der bekanntesten und häufig genutzten bionischen Dingen, sind wohl die Funktionskleidungsstücke. “Lotus-Effekt” impliziert ja schon, woher der Gedanke stammt, dass Wasser perlenartig abfließt. Und so auch selbstreinigende Effekte haben , welche bei Fassadenfarben genutzt werden.

Und auch solch alltägliche Dinge, bei denen man im Namen die Pflanze schon eingebaut ist, von der der Effekt geklaut wurde, fällt in unserem alltäglichen gebraucht schon gar nicht mehr auf. Die Arctium lappa oder auch unter dem Namen Klette bekannt, ist das naturgebende Beispiel der vielseitig genutzten Klettverschlüsse.

Aber so richtig spannend wird es vor allem für mich, wenn es Richtung Bionik und Medizin geht. Auch hier gibt es natürlich spannende Erfindungen, welche große Beeinflussung auf Heilung und Lebensstandard haben. Von Hörimplantaten, welche taube Kinder ermöglichen zu hören und vor allem auch sprechen zu lernen, bis hin zu voll motorisierten Arm- und Handimplantaten, welche sogar Gefühle über elektrische Impulse weiterleiten können.

Aber schauen wir uns das doch an dieser Stelle mal ein wenig genauer an. Bei fehlendem Arm, warum auch immer, sind ja die Nervenenden immer noch vorhanden. Viele amputierte Menschen leiden sogar unter den sogenannten Phantomschmerzen, da das Hirn darauf eingestellt ist, dass da ja noch Nerven sein müssten, obwohl der Teil des Körpers fehlt. Durch Implantate an diese Nervenenden mit Impulsgebenden Elektroden, ist es möglich sogar Gefühle zu übertragen. Hier im Link ist das schön in einem Video erklärt.

Eine weiteres super spannendes Thema sind Retina-Chips. Mit denen hatte ich sogar schon selbst an der Freien Universität Berlin gearbeitet. Es ist inzwischen möglich, diese Netzhautships direkt zu Implantieren und an den Sehnerv anzuschließen. Wenn also keine Schädigung des Sehnerves, sondern nur der Netzhaut bestehen, können Informationen an das Hirn weitergegeben werden. Natürlich ist die Auflösung nicht so super wie es das echte Auge kann, aber schon Formen und hell von dunkel zu unterscheiden, ist für einen Blinden viel wert.

Ich denke man kann es ganz gut mit dem Sensor der Digitalkamera vergleichen, nur läuft die Bildverarbeitung nicht über einen Prozssor, sondern über das Gehirn. Umso mehr Elektroden auf solch einem Chip liegen, desto mehr Details lassen sich darstellen, was man mit den Megapixeln (also Bildpunkte auf dem Sensor) der Kamera vergleichen könnte. Nur muss auch jede Elektrode an das Nervensystem angeschlossen werden, was die Sache unglaublich kompliziert macht.

Design aus der Natur Quelle: http://www.bionikzentrum.de/

Design aus der Natur
Quelle: http://www.bionikzentrum.de/

Es ist unglaublich, was die Kombination von Technik und Biologie inzwischen alles möglich macht. Sowohl in Design, wie auch in Funktion. Aber auch hier muss die Neugier und der Forscherdrang der Menschen immer von zwei Seiten betrachtet werden. Wir stehen am Anfang der Bionik und meiner Meinung nach, werden hier wohl in Zukunft wenig bis keine Grenzen mehr existieren, was die Technik angeht. Wo ethische Grenzen gezogen werden müssten,  wird uns wohl früher oder später beschäftigen.

Kürzel A black

Quellen:

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Musikalisches: Echo Me

“Echo Me” habe ich sehr zufällig beim seltenen rumzappen im Fernseher entdeckt, auf dem Berliner Sender Alex, in der Show “Hamburger Küchensessions”. Sofort hängengeblieben sagt eigentlich schon alles oder? Album bei Spotify angehört und seit dem läufts eigentlich auch nur noch…

Bei der Erklärung der Bedeutung des Namens erlaube ich es mir einfach frech die Facebookseite zu zitieren:

“The name Echo Me stands for that similarity, there is between Jesper and his music. The songs are echoes of his personality and his thoughts. His sound is an echo of his own taste and his own ideals.”

Find ich gut. Müsst ihr hören. Den/Die Dänen.

Kürzel L black

Ein Worte zum Sonntag: WGs und Cakepops

Ich habe ja nun schon einiges in Berlin erlebt und gesehen, aber dieses Stadt beeindruckt mich immer wieder! Aber fangen wir einfach mal von Vorne an.

Eine Freundin aus meiner Uni im Schwarzwald ist schon vor mir in Berlin eingetrudelt, da sie ihr Praxissemester hier macht. Und da bietet es sich natürlich super an, was zusammen zu unternehmen. Sie wollte schon immer mal Cakepops machen und da sage ich natürlich nicht nein :). Da tingle ich also gemütlich Abends durch die Stadt nach Prenzlauerberg und werde direkt von der Tram von ihr abgeholt.

Für Neulinge in der Stadt ist es natürlich immer gut, in einer WG unterzukommen. Man lernt gleich neue Leute kennen und kommt günstiger bei weg. Aber um nun das Geheimnis meiner Verblüffung zu eröffnen: Eine WG mit 27 Leuten hat mich milde gesagt vollkommen umgehauen! Ihr fragt euch jetzt sicher, ob das überhaupt geht? Ja es geht. Ich habe es mir zeigen lassen. Mit ein wenig Organisation und genügend Raum scheint es zu funktionieren! Und langweilig wird es dort nie.

Nun aber zu den Cakepops. Wir waren doch eine kleine chaotische Truppe, demnach gab es chaotische Cakepops. Aber es war leichter als gedacht. Und wer brauch schon Rezepte 😛 Zutaten brauch man zuerst Fertigkuchen (natürlich ach selbtgebackener möglich), evtl, Kekse wie Oreos oder Weihnachtsgebäck. Dieser wird zerbrösel oder im Fall der Kekse kleingestampft. In Kombination mit Frischkäse (nicht zu viel) wir ein knetbarer Teig daraus gemacht. Danach wird aus dem jeweiligen Teig Kugeln in der gewünschten Form gekugelt und ein Stil hineingesteckt. Damit man die Cakepops besser weiterverarbeiten kann, müssen sie nun mindestens eine Stunde in den Kühschrank gestellt werden, damit sie schön hart werden.

Aber das A und O bei den Cakepops sind natürlich die Dekorationen. Also werden Kuvertüre und eingefärbte Schokolade zum schmelzen gebracht und essbare Deko wie Schokosterne, Glitzerzucker oder Zuckergussaugen machen das ganze dann perfekt :).

Leider sind die Bilder nur schlechtbeleuchtet mit dem Handy entstanden, aber ich bin sicher, für ein paar witzige Eindrücke in einer chaotischen Küche von einer 27iger WG reicht es allemal! Viel Spaß beim nachmachen, und umso mehr Leute, desto witziger die Ergebnisse 😉

Kürzel A black

Selbtsgemachtes: Kissenbezug mit Hotelverschluss

Nach den vielen Bildern und Molekülen kommt jetzt das Kontrastprogramm: Wir nähen einen Kissenbezug! 🙂

Ich beschäftige mich noch nicht so lange mit dem Nähen und bin definitiv noch ein Laie, aber es macht Spaß und ich werde mich sicherlich in diesem Jahr mehr damit befassen. Und da ja jeder klein anfängt, hier einen einfachen Kissenbezug zum nachnähen. Ich war überrascht, wie gut das doch gelingt.

Ok, also vorweg: “Hotelverschluss” heißt einfach, das man keinen Reisverschluss oder Ähnliches braucht. Man hat am Ende einen sich überlappenden Verschluss, ähnlich wie den Verschlüssen aus dem schwedischen Möbelhaus. Nicht wundern, ich bin ein riesen Fan und dementsprechend ist Kissen und Stoff auch daher 😉 “Hotel” deswegen, weil der Verschluss sehr häufig in Hotels verwendet wird. Achtet mal drauf! 😉

Material:IMG_3859

  Kissen
Stoff
Nähmaschine
Nähgarn
Schere
Maßband
Stecknadeln
Bügeleisen + Bügelbrett

Jetzt geht es ans Stoff zuschneiden. Dafür müsst ihr erst einmal berechnen, wie viel ihr überhaupt braucht. Es folgen 1cm Nahtzugaben und ein Zuschlag von 12cm + dem eigentlichen Kissenmaß nochmal. Das sieht dann so aus:

Also kommt heraus, ich brauche Stoff in den Maßen 37x84cm. Erster Schritt geschafft.

Wenn ihr euren Stofffetzen nun habt, müsst ihr ihn einmal versäumen, also mit einem Zickzackstich einmal ganz herum um den Rand nähen. Das dient dazu, dass später, z.B. beim Waschen in der Waschmaschine, die Ränder sich nicht anfangen aufzulösen.

Habt ihr das auch geschafft, näht ihr nun an den beiden kurzen Seiten einen Umschlag, heißt, ihr schlagt den Rand 1-2cm (ich habe 2 genommen) um und zwar so, dass beim Umschlag die “schöne” Seite zu sehen ist. Ihr klappt also quasi nach innen um. Steckt es am besten mit Stecknadeln fest. Zusätzlich könnt ihr einmal über die Kante drüber bügeln. Dann mit einem Steppstich an der äußeren Kante festnähen.

Wenn ihr auf beiden kurzen Seiten diesen Umschlag habt, dann legt es nun ausgebreitet vor euch hin, sodass ihr die rechte Seite betrachtet, also das, was später außen ist. Dann schlagt ihr die linke Seite 20cm ein (können auch 15 oder 25 sein, dann variiert die Höhe des Verschlusses).

Dann legt ihr das Maßband unten an die Linke Kante an und schlagt die rechte Seite soweit ein (und über den anderen Einschlag), dass ihr unten auf eurem Maßband die Breite eures Kissens (also hier 35cm) insgesamt ablesen könnt. Jetzt gut feststecken! Am besten in den Ecken jeweils und da, wo die offenen Überschlage enden. Also 4 Stecknadeln auf jeder Seite mindestens.

Nun die offenen Kanten wieder mit einem Steppstich zusammennähen. Gut ist, wenn ihr bei den Überschlägen doppelt drüber näht, also jeweils noch mal zurück und wieder vor gehen mit der Nadel. Wenn ihr das alles habt (Stecknadeln natürlich entfernen) seit ihr auch schon so gut wie fertig! Jetzt müsst ihr es nur noch wenden! Also rein mit den Händen in den Verschluss und den Kissenbezug umdrehen!
Um die Ecken gut herauszubekommen empfiehlt es sich, jeweils mit dem Daumen in die Ecken zu gehen und außen den Zeigefinger der gleichen Hand beim Wenden daraufzulegen. So könnt ihr einfach euren Zeigefinger ( oder auch Fingernagel, wenn er lang genug ist 😉 ) dazu nutzen, die Ecken schön herauszuholen. Ansonsten müsst ihr etwas anderes möglichst Spitzes finden.

Ich persönlich würde dann noch einmal drüber bügeln, damit es dann schön glatt ist!

Und so sieht dann mein Endergebnis aus:

So, ich hoffe, es ist alles verständlich und ich wünsche viel Spaß beim Nachnähen! 🙂

Kürzel L black

PS: Viele Anleitungen findet man natürlich auch bei Youtube. Dieses Video habe ich hauptsächlich als Vorlage benutzt.

Ein Worte zum Sonntag: Gene die zum Strahlen bringen

Da sind die Prüfungen endlich mal rum sind, kann man doch tatsächlich mal Luft holen. Deshalb gibt es heute auch mal wieder ein Einblick in die Welt der Naturwissenschaften. Außergewöhnlich wissenschaftlich schauen wir uns heute ein neues Molekül mit einem faszinierenden Namen an. Um genau zu sein ist es eine ganze Gruppe von Enzymen (Proteine die Reaktionen katalysieren – beschleunigen) die den wunderschönen Namen LUCIFERASEN tragen.

Kurz zur Erklärung: Enzyme erhalten im Grunde immer die Endung -ase. Daran erkennt man diese schon am Namen. Und Lucifer ist im allgemeinen vom bösen Engel oder auch als Herrscher der Hölle bekannt. Allerdings haben die Enzyme weniger mit der Hölle, als vielmehr mit der ursprünglichen Bedeutung des Namens zu tun. Lucifer kommt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie Lichtbringer oder Lichtträger.

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

Diese Enzyme kommen in verschiedenen Tieren vor und bewirken genau das, was der Name schon verrät. Durch die katalytischen Eigenschaften werden Licht-emitierende Reaktionen ausgelöst. Die Lumineszenz  ist dann wie auf dem nebenstehenden Bild zu erkennen, wirklich hübsch anzusehen. Hier ist eine Ausstrich von Bakterien mit eben jenen Genen, welche zur Synthese der Luciferasen nötig sind, aufgetragen. Und natürlicherweise kommen diese Enzyme zum Beispiel in Glühwürmchen vor.

Zum Teil nutzt man die Eigenschaften der Enzyme für Nachweise aus. Zum anderen ist es spannend zu sehen, wie wenn man etwas anderem diese Gene einpflanzt, auf einmal ein Leuchten zustande kommt. Wie zum Beispiel auf dem Bild unten zu erkennen eine leuchtende Tabakpflanze. Da wird man doch glatt neugierig und würde gerne wissen, ob das auch beim Menschen möglich wäre 😉

Aber die Vorstellung nachts zu leuchten, ist auf Partys vielleicht ein witziger Gag, aber beim schlafen dann wohl doch eher störend :). Alleine die Möglichkeit zu haben durch Gentransfer Pflanzen oder andere Zellen ( bei Mäusen und für alle Sherlock Guckenden unter den Lesenden 😉 auch bei Kaninchen)  zum leuchten zu bringen ist einerseits total beeindruckend, sowie auch verängstigend. Denn das man Eigenschaften durch Gentransfer weitergeben kann, offenbart Möglichkeiten und Schwierigkeiten, deren Tragweite kaum zu erfassen sind.

Und zum Abschluss noch ein paar Luciferasische Bilder!

Kürzel A black

Eine Worte zum Sonntag: Bilderflut

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In dem vorigen Post hatte ich ja schon gesagt, dass ich spazieren war. Und nein, ihr kommt nicht drum rum, ich zeige Euch jetzt einige meiner dabei entstandenen Bilder! Ob ihr wollt oder nicht! 😛

Dafür waren es einfach zu schöne zwei Stunden, die ich einfach teilen möchte. Und jeder verdient ein bisschen Sonne im Winter, wenn auch nur in Form von Bildern!

Noch mehr Bilder gibt es in meiner Bildersammlung! 😉

Ich wünsche Euch einen zauberhaften und warmen Sonntag!

|L

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