Foto der Woche (20)

Und mal wieder ist es recht still hier. Das Leben. Eine Menge zu tun, vieles Neues und natürlich das gute Wetter in letzter Zeit 😉

Deswegen gibt es auch nur ein schnelles Foto der Woche. Blumen sind ja meine große Schwäche. Viele meinen, ich gebe viel zu viel Geld dafür aus. Aber hey! Mir egal. Ich liebe Blumen und meiner Meinung nach sieht ein Raum gleich viel freundlicher und schöner aus, steht mindestens ein Strauß Blumen da. Diesen habe ich mir am Wochenende gegönnt, ich finde die Farben einfach nur schön und es passt zum richtigen Frühling, der ja anscheinend gerade wirklich da ist, auch wenn es eigentlich von den Temperaturen her schon Sommer sein könnte…

Also, genießt das Leben mit all seinen Schönheiten, jeder individuell! 😉

Bis dann 🙂

Und nicht alle anderen Fotos der Woche vergessen!

Kürzel L black

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Paris – oder auch die neu entdeckte Liebe (Teil III)

Paris ist schön. Umgeben von schönen Menschen, die selbst frisch erwacht aussehen, wie aus einem Katalog entsprungen. Die hoffentlich nicht so sehr Smog belastete Luft, die man tief einatmet, steht man an der Seinne und schließt die Augen. Die vielen kleinen Cafés und Bäcker, die einen einladen, sich zu ihnen zu setzen, neben die schönen Menschen.

Paris ist alt. Gebäude, die sich seit Jahrzenten nicht verändert haben und immer noch diesen gewissen Charme versprühen. Denkmäler, die ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Und eine Landesgeschichte, die sich in dem Patriotismus der Franzosen offen wiederspiegelt.

Paris ist neu. Moderne Gebäude zwischen den alten. Moderne Einkaufsläden, Baustellen, die solche erahnen lassen. Smartphones in den Händen der umherlaufenden Menschen. Neue Leute, die täglich im Strom anreisen. Der Versuch, Sushi to go in der U-Bahn zu essen. Ein Beamer und eine DVD Sammlung in der Ferienwohnung.

Paris ist gefährlich. Enge Gassen, in denen man nachts nicht unbedingt lang laufen möchte. Warnungen des Diebstahls, die manchmal Taten werden. Auflauernde, beobachtende Gestalten, die darauf warten, dass du einmal unaufmerksam bist. Zwielichtige Gegenden, die bedrohlich wirken. Die Tasche immer eng am Körper und vorne tragend.

Paris ist sicher. Auf dem Fahrrad umherfahrende Polizeistreifen. Mit einem Gewehr bewaffnete Soldaten lang stolzierend vor den großen Sehenswürdigkeiten. Sicherheitspersonal in den Supermärkten und Einkaufsläden.

Paris ist schmutzig. Beschmierte Wände, rumliegender Müll, der Gestank nach Urin an manchen Ecken. Zerkratzte Scheiben in den Zügen. Großstadt eben.

Paris ist sauber. Gepflegte Parkanlagen, geputzte öffentliche Plätze, Personal, das für Ordnung sorgt und in der Innenstadt weit und breit saubere Gebäude und Straßen.

Paris ist arm. Heruntergekommende Bauten, bröckelnde Wände. Starke soziale Unterschiede. Obdachlose, die in den UBahnhöfen schlafen (müssen).

Paris ist reich. Prunkvolle Läden, upper class und haute cuisine. Ein ganzes Symphonieorchester, das mehrmals die Woche im Ubahnhof Châtelet die vorbeiziehenden Pariser mit klassischer Musik begleitet. Direkt neben den oben beschriebenen Schlafenden.

Paris ist unfreundlich. Kaum ein Lächeln auf den Lippen, der umhergehenden Menschen. Eine alles sagende Mimik, wenn sie begreifen, dass du kein Wort französisch sprichst und aus Protest nicht ins Englische wechseln. Gekonntes Ignorieren, wenn du verloren mit der Stadtkarte da stehst und dich fragend umschaust.

Paris ist höflich. Immer ein bonjour und au revoir. Merci und pardon als stetige Begleiter. Ohne Meckern oder Kommentar wird einfach aufgestanden und der Sitzplatz freigegeben, auch wenn wir einfach nur zwei Freundinnen waren und sonst nicht hätten zusammensitzen können. Und zwischendurch doch vereinzelte Hilfsbereitschaft.

Paris ist romantisch. Verliebte Paare unter und auf dem Eiffelturm. Hochzeiten, ganz öffentlich. Pralinen für den/die Liebste/n soweit das Auge reicht. Rosa Toilettenpapier im Kaufhaus.

Paris ist stumpf. Gelassenheit, die schnell in Langeweile umgewandelt wird. Desinteresse an jeder Ecke und in jedem Laden. Stumpf für die Schönheiten der eigenen Stadt.

Paris ist voll. Voll von Eindrücken und Erlebnissen, Möglichkeiten und Augenblicken. Voll von Baguette und leckeren Düften. Voll von melodischer Sprache, untermalt von gekonnter Straßenmusik. Voll von Lachen und Lebensfreude. Voll von Kultur und Kunst, für jeden zugänglich und stets erreichbar. Voll von Momenten, die einfach nur schön sind.

Paris ist schön. Voll schön.

Kürzel L black

Ein Worte zum Sonntag: Gentechnik – Hui oder pfui?

Jaja Studenten haben ja so ein chilliges Leben. Immer auf der faulen Haut liegen, lange Semesterferien haben und am Wochenende ist Party angesagt. Stimmt leider bei den meisten Studienfächern nicht ganz.

Bei mir steht grad an oberster Stelle die Studienarbeit. Ich Optimiere ein Transfektions-Laborkit für zwei verschiedene humane Zelllinien. Damit können die meisten nicht wirklich viel anfangen, deshalb erläutere ich es immer noch kurz: Ich habe ein Laborkit (eine Ansammlung bestimmter Reagenzien mit Anleitung, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen). Dieses Kit ist dafür da, um DNA in eine Zelle einzubringen (=Transfektion). Es gibt viele verschiedene Zelllinien und jede Verhält sich etwas anders, weshalb ich eben jene Optimierung durchführe.

Im Klartext: Ich betreibe Gentechnik mit menschlichen Krebszellen.

Die erste Reaktion, die ich meistens erhalte: “Boa echt? Du machst Gentechnik? Ist das nicht gefährlich? Und dann auch noch mit Krebszellen?” Und genau diese Reaktion hat mich auf die Idee gebracht im allgemeinen das Wort Gentechnik mal genauer zu erläutern. Denn dass die Gentechnik definitiv keinen guten Ruf hat, brauche ich ja kaum zu erwähnen.

Das erste woran die meisten denken, ist gentechnisch veränderter Mais. Dass heißt, dass die DNA einer Pflanze so

verändert wird, dass die mehr Erträge liefert oder gegen bestimmte Schädlinge resistent werden. Wenn Nutzpflanzen gentechnisch verändert werden, nennt man dies “Grüne Gentechnik” oder “Agrogentechnik”. Klingt vom Prinzip gut, dass man Pflanzen so verändert, dass mehr Lebensmittel zur Verfügung stehen. In vielen Ländern werden diese Pflanzen auch bereits angebaut. Aber natürlich haben solche Dinge auch eine Schattenseite. Solche stabilen Pflanzen, verändern das Gleichgewicht der Natur und verdrängen die Vielfalt an verschiedenen Pflanzensorten.

Die gentechnische Veränderung von Tieren ist glücklicherweise nicht gestattet. So heißt es zumindest und mag auf Nutztiere zutreffen. Allerdings gibt es in Laboren viele gentechnisch veränderte Tiere. Bekanntestes Beispiel sind die sogenannten Knock-Out Mäuse. Bei diesen Tieren werden bestimmte Gene abgeschaltet oder halt auch verändert, um z.B. bestimmte Eigenschaften den verschiedenen Genen zuzuordnen.

Neben der “grünen Gentechnik” gib es auch noch die “rote” und die “weiße Gentechnik”, die weit aus unbekannter sind. Die “weiße Gentechnologie” beschäftigt sich mit der Herstellung von industriellen Produkten wie Vitamine oder Aromastoffe. Die “rote Gentechnologie” der auch “Medizinische Gentechnik”  wird dafür genutzt, Medikamente und Impfstoffe herzustellen oder Gentherapien zu ermöglichen.

So wird der für Diabetiker das überlebenswichtige Insulin durch gentechnisch veränderte Mikroorganismen hergestellt. Und dies sei nur ein Beispiel. Erythropoetin (bekannter unter EPO) wird bei Blutarmut gegeben und ebenfalls gentechnisch hergestellt. Somit könnte ich hier noch eine weile Dinge aufzählen, die man nicht unbedingt der Gentechnik zugeschrieben hätte.

Alles in allem, soll dies Euch nur zeigen, dass man der Gentechnik durchaus auch viel gutes zusprechen kann. Und das soll nicht bedeuten, dass ich alles gut heiße, was mit Hilfe der Gentechnik alles verursacht wird. Aber diese pauschale Meinung, dass alles schlecht ist und “gefährlich” was mit Gentechnik zu tun hat, kann ich einfach nicht vertreten. Dafür rettet sie zu vielen Menschen, täglich das Leben.

Was ist Eure Meinung zur Gentechnik? Hinterlasst gerne ein Kommentar und teilt uns Eure Meinung dazu mit!

 

Kürzel A black