Auf den Kopf, den Berg runter und mit quietschenden Reifen in die Kurven

Aus den tiefen des Studiums heraus, werde ich mich heute den kurzen wunderschönen Erlebnissen widmen, die ich in den wenigen freien Tagen der letzten Monate erlebt habe. Lern- und Studienarbeitsmarathon haben mich leider davon abgehalten, einen Eintrag zu schreiben, was ich ab heute und in Zukunft  hoffentlich ein wenig aufholen kann.

Drei von den Erlebnissen stelle ich euch heute vor.

Auf den Kopf…

http://ppcdn.500px.org/9381495/14b5b7164eb49dd03a39749a4e7a4ef45eb782fc/5.jpg…gestellt. Und das wurde ich wortwörtlich in der Blue Fire Megacoaster, der ersten Stahlachterbahn mit Inversionen im Europapark. Dieser befind-et sich am Rande von Deutschland in der Nähe von Freiburg. Aber bevor man das Vergnügen hat, innerhalb von 2,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt zu werden, wird die Geduld sehr auf die Probe gestellt. Der erste Blick fällt immer erst auf das kleine Schildchen am Eingang, welches eine Wartezeit von 45 Minuten präsentiert. Erst schluckt man, aber dann ist es einem auch egal, denn das Geschrei, welches übereinen herschallt verspricht Spaß. Ich erspare euch genauere Beschreibungen von in Hunderten von S-Kurven geschlängelte Menschenmassen – vielleicht nur die letzten 20 Meter. Hier kann man sich nämlich entscheiden, ob man sich für die erste Reihe separat antellt oder ob es einem egal ist, wo man sitzt. Durch das Bergwerkartige Holzhaus geführt, befindet man sich dann doch auf einmal schneller in dem blauen Wagen und klammert ich an den Metallstangen der Sicherungsbügel. Und da wird einem doch gleich mal der Puls von 85 angezeigt, welches eine gewisse Aufregung preisgibt. Dann dauerts auch nicht lange und man wird mit dem doppelten an eigenem Körpergewicht in die Sitze gedrückt, nach recht und links geschleudert, auf den Kopf gestellt und durch die Inversionen durchgeschleudert. Ein riesen Spaß und nur eines der großen Attraktionen, die man sich im Europapark anschauen und fahren muss.

Den Berg runter…

http://img3.caravaning.de/Der-3-Lauf-des-iXS-German-Downhill-Cup-um-den-Grossen-Preis-der-Volks-und-Raiffeisenbanken-wird-in-Bad-Wildbad-ausgetragen--fotoshowBigImage-faed6616-216160.jpg…und das auf mega teuren stylischen Fahrrädern, die der Gattung Mountainbike angehören. Ich habe mich auf den Sommerberg mitten im Schwarzwald verirrt bei einem Event namens iXS German Downhill Cup. Eine Sportart, die einem erst sehr befremdlich erscheint, denn in Protektoren und großen Integralhelmen eingepackten Männern und Frauen wirken auf den ersten Blick beängstigend. Aber wenn man erst mal ein netten Patz gefunden hat, von dem man die Strecke gut einsehen kann, lässt man sich von den Künsten der Dowhnhill Fahrer begeistern. In einem unfassbaren Tempo rasen diese über Wurzeln und Steine zwischen den Bäumen und hüpfen hier und da mal drei Meter in die Tiefe. Beeindruckendes Event, was zum Nachmachen anregt 😉

Mit quitschenden Reifen in die Kurve…

57b3ab2a220c4e90360880ebe69a619a6fe8571402bdc5fd892881324cfa559d…und das Benzin in der Nase. Zum Geburtstag meiner Freundin, kam sie auf die witzige Idee mal Kart fahren zu gehen. Und so wurden die Sturmmasken und Helme aufgezogen und in die ungewohnten Gefährte gesetzt. Natürlich gab es zuerst eine Einführung, denn was welche Flagge bedeute, sollte vorher geklärt sein. Das wichtigste war wohl, das links die Bremse und rechts das Gaspedal zu finden ist. 10 Minuten fand das sogenannte Qualifying statt… wir nahmen dies zum Anlass uns erstmal an die niedrigen Fahrzeuge zu gewöhnen. Das Ansprechverhalten ist ein komplett anderes, als bei einem Auto und auch beim Lenken muss man sich erst an die engen Kurven gewöhnen. Danach ging das Race los und es wurde gedrängelt und mit quietschenden Reifen in die Kurve gelegt. Ein Erlebnis was nicht unbedingt für jedermann geeignet ist, aber ich werde es auf jeden Fall wiederholen!

 

Kürzel A black

Advertisements

Ein Worte zum Sonntag: Gentechnik – Hui oder pfui?

Jaja Studenten haben ja so ein chilliges Leben. Immer auf der faulen Haut liegen, lange Semesterferien haben und am Wochenende ist Party angesagt. Stimmt leider bei den meisten Studienfächern nicht ganz.

Bei mir steht grad an oberster Stelle die Studienarbeit. Ich Optimiere ein Transfektions-Laborkit für zwei verschiedene humane Zelllinien. Damit können die meisten nicht wirklich viel anfangen, deshalb erläutere ich es immer noch kurz: Ich habe ein Laborkit (eine Ansammlung bestimmter Reagenzien mit Anleitung, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen). Dieses Kit ist dafür da, um DNA in eine Zelle einzubringen (=Transfektion). Es gibt viele verschiedene Zelllinien und jede Verhält sich etwas anders, weshalb ich eben jene Optimierung durchführe.

Im Klartext: Ich betreibe Gentechnik mit menschlichen Krebszellen.

Die erste Reaktion, die ich meistens erhalte: “Boa echt? Du machst Gentechnik? Ist das nicht gefährlich? Und dann auch noch mit Krebszellen?” Und genau diese Reaktion hat mich auf die Idee gebracht im allgemeinen das Wort Gentechnik mal genauer zu erläutern. Denn dass die Gentechnik definitiv keinen guten Ruf hat, brauche ich ja kaum zu erwähnen.

Das erste woran die meisten denken, ist gentechnisch veränderter Mais. Dass heißt, dass die DNA einer Pflanze so

verändert wird, dass die mehr Erträge liefert oder gegen bestimmte Schädlinge resistent werden. Wenn Nutzpflanzen gentechnisch verändert werden, nennt man dies “Grüne Gentechnik” oder “Agrogentechnik”. Klingt vom Prinzip gut, dass man Pflanzen so verändert, dass mehr Lebensmittel zur Verfügung stehen. In vielen Ländern werden diese Pflanzen auch bereits angebaut. Aber natürlich haben solche Dinge auch eine Schattenseite. Solche stabilen Pflanzen, verändern das Gleichgewicht der Natur und verdrängen die Vielfalt an verschiedenen Pflanzensorten.

Die gentechnische Veränderung von Tieren ist glücklicherweise nicht gestattet. So heißt es zumindest und mag auf Nutztiere zutreffen. Allerdings gibt es in Laboren viele gentechnisch veränderte Tiere. Bekanntestes Beispiel sind die sogenannten Knock-Out Mäuse. Bei diesen Tieren werden bestimmte Gene abgeschaltet oder halt auch verändert, um z.B. bestimmte Eigenschaften den verschiedenen Genen zuzuordnen.

Neben der “grünen Gentechnik” gib es auch noch die “rote” und die “weiße Gentechnik”, die weit aus unbekannter sind. Die “weiße Gentechnologie” beschäftigt sich mit der Herstellung von industriellen Produkten wie Vitamine oder Aromastoffe. Die “rote Gentechnologie” der auch “Medizinische Gentechnik”  wird dafür genutzt, Medikamente und Impfstoffe herzustellen oder Gentherapien zu ermöglichen.

So wird der für Diabetiker das überlebenswichtige Insulin durch gentechnisch veränderte Mikroorganismen hergestellt. Und dies sei nur ein Beispiel. Erythropoetin (bekannter unter EPO) wird bei Blutarmut gegeben und ebenfalls gentechnisch hergestellt. Somit könnte ich hier noch eine weile Dinge aufzählen, die man nicht unbedingt der Gentechnik zugeschrieben hätte.

Alles in allem, soll dies Euch nur zeigen, dass man der Gentechnik durchaus auch viel gutes zusprechen kann. Und das soll nicht bedeuten, dass ich alles gut heiße, was mit Hilfe der Gentechnik alles verursacht wird. Aber diese pauschale Meinung, dass alles schlecht ist und “gefährlich” was mit Gentechnik zu tun hat, kann ich einfach nicht vertreten. Dafür rettet sie zu vielen Menschen, täglich das Leben.

Was ist Eure Meinung zur Gentechnik? Hinterlasst gerne ein Kommentar und teilt uns Eure Meinung dazu mit!

 

Kürzel A black

Analytica 2014

Als früh um kurz vor 5 Uhr der Wecker klingelte, hab ich mich echt Fragen müssen, welcher Idiot um solch einer Uhrzeit den Wecker zu stellen. Bis es mir in den Sinn kam, dass ich es wohl selber gewesen bin. Und der Grund dafür, ließ mich doch schneller wach werden, wie anfangs gedacht. Es geht heute nach München! Zur Analytica Messe 2014.

Die Messe ging vom 1.4 bis 4.4.2014 und deckt Themen aus  den Bereichen Labortechnik, Analytik, Biotechnologien, Chemie, Pharma, Lebensmittel, Medizin und Diagnostik ab. 5 Hallen und das Konferenzzentrum waren gut gefüllt. Bekannte Firmen aus dem Laborbereich präsentierten ihre neuesten Errungenschaften und boten viel sehenswertes.

Neben den Vorträgen der verschiedenen Fachbereiche, gab es einen Scienceslam und das LiveLab. Beim LiveLab wurde eine fiktiver Fall einer Vergewaltigung durchgespielt und die forensische Analyse nach genetischem Material dargestellt. Natürlich nicht ganz ohne Werbung, der von den Unternehmen zur Verfügung gestellten Geräte für Mikroskopen (mit Livestream aufs iPad), PCR (Polymerase Chain Reaction) und Gelelektrophoresen.

Wenn man sich als die Zukunft von Morgen präsentierte, wurde einem auch viel geboten. Man ließ sich neue Analysetechniken erklären und testete die ein oder andere automatische Pipette aus, hat man sich das ein oder andere Getränk, Brezel und Geschmierte Semmel geschnorrt.

Das Größte Hightlight aber, waren wohl die Mitbringsel. Ich bin häufig auf Messen und das recht regelmäßig. Vielleicht ist es nicht nur mir aufgefallen, aber das Angebot der kostenlosen Dinge, die man sich mitnehmen darf, wurden über die Jahre hinweg immer geringer. Nicht auf der Analytica. Von Bärchentier-Kuscheltiere (man konnte sogar große Erythrozyten, Nervenzellen etc. gewinnen), Periodensystemen on mass, witzige Labor-Gimmicks (Falcon-Halter, Eppi-Schwimmer, ausgewiefte moderne Wägelpapierchen mit Trichterfunktion, Eppi-Transportgefäße mit bunten Bastelsatz, spezielle Mikrobiologie und Chemikalien Handschuhe) und Zellkulturgefäßen, Falcons mit Smarties und Gummibärchen gefüllt, Kuli in Pipettenform und so vieles mehr.

Mit den Dingen, wird man richtig einfallsreich, diese im normalen Haushalt einzusetzen. Die Chemiekalien Handschuhe sind super zum Toilette putzen geeignet. Falcons dienen als Blumenwasen und Zellkulturflaschen als Kornflakesbehältnisse. Man muss nur kreativ sein und die Laborausstattung ist super im eigenen Heim integrierbar.

Die Analytica ist für jeden der Interesse an Labor, Analytik und Diagnostik hat ein absolutes MUSS. Und die nächste Chance in Deutschland ist am 10.-13. 5.2016 wieder in München! Vielleicht sieht man sich ja dort 🙂

Kürzel A black

 

Klaviaturenportrait – Chaos im Leben

Ein Tropfen kann das Fass zum überlaufen bringen. Ein schönes Sprichwort.

Ich hatte heute einen super anstregenden Tag, und viel zum Nachdenken gehabt. Unter anderem ist mir in den Sinn gekommen, mal wieder ein Klaviaturenportrait zu schreiben. “Mal wieder”, fragt ihr euch jetzt. Ja hier werdet ihr noch keines finden, denn dies ist eine Rubrik die ich vor über 6 Jahren in meiner ehemaligen Schülerzeitung eröffnet und geschrieben hatte.

Klaviaturenportrait ist ein von mir erfundene Rubrik, die um Menschen, Gedanken und Gefühle handelt, die in bestimmten Lebenssituationen vorkommen.

Heute gibt es einen Einblick in den Kalender eines Studenten. Wir befinden uns in der zweiten Vorlesungswoche und wissen jetzt schon nicht mehr, wie wo wann wir welches Praktikum, Vorlesung, Wahlflichtfach, Studienarbeitstermine etc unterbringen sollen. Ein Beispiel in meinen Kalender zeigt zum Beispiel:

Do: 8:30 Uhr Praktikum ARDRA (amplified ribosomal DNA restriction analysis); 14:00 Uhr Zusatz Vorlesung Physiologie-Praktikum

Fr: Vormittags Protokoll schreiben

So: Abgabe Ausarbeitung Labor Medizin

Mo: Physiologie-Test; Physiologie-Praktikum

Di: Vortrag Labor Medizin

Mi: München: Analytica (Messe)

Do: Vorbereitung Studienarbeit

Fr: Treffen mit Betreuern zur Laborunterweisung und Studienarbeitsbesprechung; abends: Gesprächsprotokoll anfertigen

Und das ist wohl bemerkt nur eine Woche, die normalen Vorlesungs- und Seminarzeiten nicht einmal mit eingetragen. So kurz mal eben durchgelesen, sieht das gar nicht so viel aus, aber ich kann euch sagen, es bereitet mir Zeitdruck.

Die Kunst Termine unter Dach und Fach zu kriegen ist die eine Sache (ich sag euch, was bei mir im Semester die Praktika Termine hin und her getauscht wurden, weil hier eine Pflichtveranstaltungen und dort ein Pflichtpraktikum ansteht, ist unglaublich). Die andere Sache ist die, dass man versucht nebenher noch zu leben. Essen, duschen, mal was mit Freunden unternehmen (wobei das wirklich nicht wirklich unterzubringen ist) und vor allem Zeit für sich zu finden.

Nebenher kommt noch dazu, dass man selbst grad nicht weiß, was los ist. Der Kopf schwirrt, weil man Probleme zu Hause hat, welches 800 km entfernt liegt. Freunde, mit denen man drüber reden könnte, haben selbst soviel Stress, dass man da lieber die Klappe hält oder andere “Freunde” (so wurde es genannt), für die man mehr Luft als alles andere ist.

Natürlich gilt das ganz bestimmt nicht für alle, aber in solch einer Gefühlslage fühlt man sich alleine, hilflos und ungeliebt.

Was tun?

Durchhalten…

…weiteratmen…

…laufen…

…weinen…

…schreien…

…bis es wieder geht.

…bis man wieder zu Hause ist.

…bis man nicht mehr alleine ist.

… bis man wieder Lachen kann.

 

Kürzel A black

Natur und Technik

Bei der Suche nach einem interessanten Thema, lasse ich mich gerne von meinen Mitmenschen inspirieren. Und zu diesen Menschen gehören Leute aus sämtlichen Fachbereichen die es so gibt. Das heutige Thema verbindet gleich mehrere Bereiche der Naturwissenschaften miteinander: Ingenieurwesen, Physik, Chemie, Biologie, Materialforschung und bestimmt noch einige andere. Und vielleicht können es schon einige von Euch erahnen, es geht heute um BIONIK.

Bionik, verbindet die beiden Wörter der BIOlogie und techNIK und somit auch die oben erwähnten Fachbereiche. Laut Duden handelt es sich um eine “angewandte Wissenschaft, die technische, besonders elektronische Probleme nach dem Vorbild biologischer Funktionen zu lösen versucht”.

Das ganze gibt vielleicht eine Ahnung worum es zu gehen scheint, aber für eine genaue Vorstellung reicht diese Definition noch nicht aus. Der Leitgedanke ist einfach zusammengefasst. Technische Lösungen finden, durch die Natur inspiriert. Denn schon Leonardo da Vinci wusste:

Der menschliche Schöpfergeist kann verschiedene Erfindungen machen (…), doch nie wird ihm eine gelingen, die schöner, ökonomischer und geradliniger wäre als die der Natur, denn in ihren Erfindungen fehlt nichts, und nichts ist zu viel.

Somit war euch Leonardo da Vinci auf gewisse Art ein Bioniker. Er schaute sich Dinge in der Natur ab und versuchte sie mit seinen Möglichkeiten in technische Nachahmungen umzuwandeln, so zum Beispiel sein Flugapparat. So sind viele Erfindungen aus der Natur abgeschaut, doch die Bionik eröffnet mit der heutigen Technik ungeahnte Möglichkeiten.

Einer der bekanntesten und häufig genutzten bionischen Dingen, sind wohl die Funktionskleidungsstücke. “Lotus-Effekt” impliziert ja schon, woher der Gedanke stammt, dass Wasser perlenartig abfließt. Und so auch selbstreinigende Effekte haben , welche bei Fassadenfarben genutzt werden.

Und auch solch alltägliche Dinge, bei denen man im Namen die Pflanze schon eingebaut ist, von der der Effekt geklaut wurde, fällt in unserem alltäglichen gebraucht schon gar nicht mehr auf. Die Arctium lappa oder auch unter dem Namen Klette bekannt, ist das naturgebende Beispiel der vielseitig genutzten Klettverschlüsse.

Aber so richtig spannend wird es vor allem für mich, wenn es Richtung Bionik und Medizin geht. Auch hier gibt es natürlich spannende Erfindungen, welche große Beeinflussung auf Heilung und Lebensstandard haben. Von Hörimplantaten, welche taube Kinder ermöglichen zu hören und vor allem auch sprechen zu lernen, bis hin zu voll motorisierten Arm- und Handimplantaten, welche sogar Gefühle über elektrische Impulse weiterleiten können.

Aber schauen wir uns das doch an dieser Stelle mal ein wenig genauer an. Bei fehlendem Arm, warum auch immer, sind ja die Nervenenden immer noch vorhanden. Viele amputierte Menschen leiden sogar unter den sogenannten Phantomschmerzen, da das Hirn darauf eingestellt ist, dass da ja noch Nerven sein müssten, obwohl der Teil des Körpers fehlt. Durch Implantate an diese Nervenenden mit Impulsgebenden Elektroden, ist es möglich sogar Gefühle zu übertragen. Hier im Link ist das schön in einem Video erklärt.

Eine weiteres super spannendes Thema sind Retina-Chips. Mit denen hatte ich sogar schon selbst an der Freien Universität Berlin gearbeitet. Es ist inzwischen möglich, diese Netzhautships direkt zu Implantieren und an den Sehnerv anzuschließen. Wenn also keine Schädigung des Sehnerves, sondern nur der Netzhaut bestehen, können Informationen an das Hirn weitergegeben werden. Natürlich ist die Auflösung nicht so super wie es das echte Auge kann, aber schon Formen und hell von dunkel zu unterscheiden, ist für einen Blinden viel wert.

Ich denke man kann es ganz gut mit dem Sensor der Digitalkamera vergleichen, nur läuft die Bildverarbeitung nicht über einen Prozssor, sondern über das Gehirn. Umso mehr Elektroden auf solch einem Chip liegen, desto mehr Details lassen sich darstellen, was man mit den Megapixeln (also Bildpunkte auf dem Sensor) der Kamera vergleichen könnte. Nur muss auch jede Elektrode an das Nervensystem angeschlossen werden, was die Sache unglaublich kompliziert macht.

Design aus der Natur Quelle: http://www.bionikzentrum.de/

Design aus der Natur
Quelle: http://www.bionikzentrum.de/

Es ist unglaublich, was die Kombination von Technik und Biologie inzwischen alles möglich macht. Sowohl in Design, wie auch in Funktion. Aber auch hier muss die Neugier und der Forscherdrang der Menschen immer von zwei Seiten betrachtet werden. Wir stehen am Anfang der Bionik und meiner Meinung nach, werden hier wohl in Zukunft wenig bis keine Grenzen mehr existieren, was die Technik angeht. Wo ethische Grenzen gezogen werden müssten,  wird uns wohl früher oder später beschäftigen.

Kürzel A black

Quellen:

Ein Worte zum Sonntag: WGs und Cakepops

Ich habe ja nun schon einiges in Berlin erlebt und gesehen, aber dieses Stadt beeindruckt mich immer wieder! Aber fangen wir einfach mal von Vorne an.

Eine Freundin aus meiner Uni im Schwarzwald ist schon vor mir in Berlin eingetrudelt, da sie ihr Praxissemester hier macht. Und da bietet es sich natürlich super an, was zusammen zu unternehmen. Sie wollte schon immer mal Cakepops machen und da sage ich natürlich nicht nein :). Da tingle ich also gemütlich Abends durch die Stadt nach Prenzlauerberg und werde direkt von der Tram von ihr abgeholt.

Für Neulinge in der Stadt ist es natürlich immer gut, in einer WG unterzukommen. Man lernt gleich neue Leute kennen und kommt günstiger bei weg. Aber um nun das Geheimnis meiner Verblüffung zu eröffnen: Eine WG mit 27 Leuten hat mich milde gesagt vollkommen umgehauen! Ihr fragt euch jetzt sicher, ob das überhaupt geht? Ja es geht. Ich habe es mir zeigen lassen. Mit ein wenig Organisation und genügend Raum scheint es zu funktionieren! Und langweilig wird es dort nie.

Nun aber zu den Cakepops. Wir waren doch eine kleine chaotische Truppe, demnach gab es chaotische Cakepops. Aber es war leichter als gedacht. Und wer brauch schon Rezepte 😛 Zutaten brauch man zuerst Fertigkuchen (natürlich ach selbtgebackener möglich), evtl, Kekse wie Oreos oder Weihnachtsgebäck. Dieser wird zerbrösel oder im Fall der Kekse kleingestampft. In Kombination mit Frischkäse (nicht zu viel) wir ein knetbarer Teig daraus gemacht. Danach wird aus dem jeweiligen Teig Kugeln in der gewünschten Form gekugelt und ein Stil hineingesteckt. Damit man die Cakepops besser weiterverarbeiten kann, müssen sie nun mindestens eine Stunde in den Kühschrank gestellt werden, damit sie schön hart werden.

Aber das A und O bei den Cakepops sind natürlich die Dekorationen. Also werden Kuvertüre und eingefärbte Schokolade zum schmelzen gebracht und essbare Deko wie Schokosterne, Glitzerzucker oder Zuckergussaugen machen das ganze dann perfekt :).

Leider sind die Bilder nur schlechtbeleuchtet mit dem Handy entstanden, aber ich bin sicher, für ein paar witzige Eindrücke in einer chaotischen Küche von einer 27iger WG reicht es allemal! Viel Spaß beim nachmachen, und umso mehr Leute, desto witziger die Ergebnisse 😉

Kürzel A black

Ein Worte zum Sonntag: Gene die zum Strahlen bringen

Da sind die Prüfungen endlich mal rum sind, kann man doch tatsächlich mal Luft holen. Deshalb gibt es heute auch mal wieder ein Einblick in die Welt der Naturwissenschaften. Außergewöhnlich wissenschaftlich schauen wir uns heute ein neues Molekül mit einem faszinierenden Namen an. Um genau zu sein ist es eine ganze Gruppe von Enzymen (Proteine die Reaktionen katalysieren – beschleunigen) die den wunderschönen Namen LUCIFERASEN tragen.

Kurz zur Erklärung: Enzyme erhalten im Grunde immer die Endung -ase. Daran erkennt man diese schon am Namen. Und Lucifer ist im allgemeinen vom bösen Engel oder auch als Herrscher der Hölle bekannt. Allerdings haben die Enzyme weniger mit der Hölle, als vielmehr mit der ursprünglichen Bedeutung des Namens zu tun. Lucifer kommt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie Lichtbringer oder Lichtträger.

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

Diese Enzyme kommen in verschiedenen Tieren vor und bewirken genau das, was der Name schon verrät. Durch die katalytischen Eigenschaften werden Licht-emitierende Reaktionen ausgelöst. Die Lumineszenz  ist dann wie auf dem nebenstehenden Bild zu erkennen, wirklich hübsch anzusehen. Hier ist eine Ausstrich von Bakterien mit eben jenen Genen, welche zur Synthese der Luciferasen nötig sind, aufgetragen. Und natürlicherweise kommen diese Enzyme zum Beispiel in Glühwürmchen vor.

Zum Teil nutzt man die Eigenschaften der Enzyme für Nachweise aus. Zum anderen ist es spannend zu sehen, wie wenn man etwas anderem diese Gene einpflanzt, auf einmal ein Leuchten zustande kommt. Wie zum Beispiel auf dem Bild unten zu erkennen eine leuchtende Tabakpflanze. Da wird man doch glatt neugierig und würde gerne wissen, ob das auch beim Menschen möglich wäre 😉

Aber die Vorstellung nachts zu leuchten, ist auf Partys vielleicht ein witziger Gag, aber beim schlafen dann wohl doch eher störend :). Alleine die Möglichkeit zu haben durch Gentransfer Pflanzen oder andere Zellen ( bei Mäusen und für alle Sherlock Guckenden unter den Lesenden 😉 auch bei Kaninchen)  zum leuchten zu bringen ist einerseits total beeindruckend, sowie auch verängstigend. Denn das man Eigenschaften durch Gentransfer weitergeben kann, offenbart Möglichkeiten und Schwierigkeiten, deren Tragweite kaum zu erfassen sind.

Und zum Abschluss noch ein paar Luciferasische Bilder!

Kürzel A black