Paris – oder auch die neu entdeckte Liebe (Teil III)

Paris ist schön. Umgeben von schönen Menschen, die selbst frisch erwacht aussehen, wie aus einem Katalog entsprungen. Die hoffentlich nicht so sehr Smog belastete Luft, die man tief einatmet, steht man an der Seinne und schließt die Augen. Die vielen kleinen Cafés und Bäcker, die einen einladen, sich zu ihnen zu setzen, neben die schönen Menschen.

Paris ist alt. Gebäude, die sich seit Jahrzenten nicht verändert haben und immer noch diesen gewissen Charme versprühen. Denkmäler, die ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Und eine Landesgeschichte, die sich in dem Patriotismus der Franzosen offen wiederspiegelt.

Paris ist neu. Moderne Gebäude zwischen den alten. Moderne Einkaufsläden, Baustellen, die solche erahnen lassen. Smartphones in den Händen der umherlaufenden Menschen. Neue Leute, die täglich im Strom anreisen. Der Versuch, Sushi to go in der U-Bahn zu essen. Ein Beamer und eine DVD Sammlung in der Ferienwohnung.

Paris ist gefährlich. Enge Gassen, in denen man nachts nicht unbedingt lang laufen möchte. Warnungen des Diebstahls, die manchmal Taten werden. Auflauernde, beobachtende Gestalten, die darauf warten, dass du einmal unaufmerksam bist. Zwielichtige Gegenden, die bedrohlich wirken. Die Tasche immer eng am Körper und vorne tragend.

Paris ist sicher. Auf dem Fahrrad umherfahrende Polizeistreifen. Mit einem Gewehr bewaffnete Soldaten lang stolzierend vor den großen Sehenswürdigkeiten. Sicherheitspersonal in den Supermärkten und Einkaufsläden.

Paris ist schmutzig. Beschmierte Wände, rumliegender Müll, der Gestank nach Urin an manchen Ecken. Zerkratzte Scheiben in den Zügen. Großstadt eben.

Paris ist sauber. Gepflegte Parkanlagen, geputzte öffentliche Plätze, Personal, das für Ordnung sorgt und in der Innenstadt weit und breit saubere Gebäude und Straßen.

Paris ist arm. Heruntergekommende Bauten, bröckelnde Wände. Starke soziale Unterschiede. Obdachlose, die in den UBahnhöfen schlafen (müssen).

Paris ist reich. Prunkvolle Läden, upper class und haute cuisine. Ein ganzes Symphonieorchester, das mehrmals die Woche im Ubahnhof Châtelet die vorbeiziehenden Pariser mit klassischer Musik begleitet. Direkt neben den oben beschriebenen Schlafenden.

Paris ist unfreundlich. Kaum ein Lächeln auf den Lippen, der umhergehenden Menschen. Eine alles sagende Mimik, wenn sie begreifen, dass du kein Wort französisch sprichst und aus Protest nicht ins Englische wechseln. Gekonntes Ignorieren, wenn du verloren mit der Stadtkarte da stehst und dich fragend umschaust.

Paris ist höflich. Immer ein bonjour und au revoir. Merci und pardon als stetige Begleiter. Ohne Meckern oder Kommentar wird einfach aufgestanden und der Sitzplatz freigegeben, auch wenn wir einfach nur zwei Freundinnen waren und sonst nicht hätten zusammensitzen können. Und zwischendurch doch vereinzelte Hilfsbereitschaft.

Paris ist romantisch. Verliebte Paare unter und auf dem Eiffelturm. Hochzeiten, ganz öffentlich. Pralinen für den/die Liebste/n soweit das Auge reicht. Rosa Toilettenpapier im Kaufhaus.

Paris ist stumpf. Gelassenheit, die schnell in Langeweile umgewandelt wird. Desinteresse an jeder Ecke und in jedem Laden. Stumpf für die Schönheiten der eigenen Stadt.

Paris ist voll. Voll von Eindrücken und Erlebnissen, Möglichkeiten und Augenblicken. Voll von Baguette und leckeren Düften. Voll von melodischer Sprache, untermalt von gekonnter Straßenmusik. Voll von Lachen und Lebensfreude. Voll von Kultur und Kunst, für jeden zugänglich und stets erreichbar. Voll von Momenten, die einfach nur schön sind.

Paris ist schön. Voll schön.

Kürzel L black

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Paris – Teil II Sightseeing

Heute nehme ich Euch mit zu einer kleinen Sightseeing Tour durch Paris. Wir beginnen bei strahlendem Sonnenschein und frischer Frühlingsbrise an “unserer Dame” Notre-Dame, genießen danach die Fülle an Menschen und Kunst im Louvre und teffen Mona Lisa. Über den Eiffelturm geht es dann zum Champs Elysées, um festzustellen, dass der Arc de Triumph unserer Berliner Siegessäule gar nicht so unähnlich ist.

Lust? Dann geht’s los! 🙂

 

Wie gesagt. Es ist sonnig. Der Frühling kommt in vollen Zügen durch, eine frische Brise weht und Vögel singen im Chor. Wenn du dann aus der Metro heraus an die Oberfläche trittst, erblickst du nicht allzu fern Notre-Dame.

Schon von hier kannst du erkennen, dass du sicherlich nicht der Einzige bist, der sich an diesem Tag dazu entschlossen hat dieser Kathedrale einen Besuch abzustatten. Nichts desto Trotz ist es einfach nur beeindruckend, davor zu stehen. Nach einem Rundgang durch das Innenleben, andächtig und ehrfürchtig, dann um 12Uhr mittags den Kirchenglocken zu lauschen, hat etwas magisches. Und dann noch durch den anliegenden Park zu spazieren um die ersten Kirschblüten zu entdecken.

Aufgetankt geht es dann weiter zum Kulturschock 😉 Das Louvre ist das Ziel. Vorweg sei gesagt, solltest du unter 26 Jahre alt sein, versuche nach Paris zu fahren! Denn dort gibt es eine Art Jugendkulturförderprogramm und du kommst in viele Sachen vergünstigt oder sogar kostenlos rein. Wie auch im Louvre! Und mache nicht den gleichen Fehler wie ich, denn |L, die brave deutsche Bürgerin, sieht die Schlange am Ticketschalter und stellt sich eine ganze halbe Stunde an, um dann zu erfahren, dass ich hätte einfach nur durchgehen brauchen. Perso gezückt und du kannst reingehen wo du magst!

Dieses Gebäude, Museum wie auch immer, ist einfach nur riesig. Ich habe alleine 15 min gebraucht, um zur Mona Lisa zu kommen (was auch daran gelegen haben kann, dass ich mich garantiert unbewusst verlaufen habe). Die Gemälde und Skulpturen in der Menge sind echt beeindruckend, so viel geballte Kunst muss man erst einmal vertragen. Leider auch eine geballte Menge an Menschen. Das war mir eindeutig zu voll. 1h habe ich es insgesamt ausgehalten, was ich sehr schade fand, da man da sicherlich einen ganzen Tag hätte verbringen können. Es war wirklich ein Kampf, der doch so winzigen Mona Lisa guten Tag zu sagen. Zum Teil kam ich mir vor, als wenn Leonardo da Vinci persönlich dort stehen würde. Interessant war es aber, wenn man sich umdreht das riesige Abendmahl im Vergleich zu sehen, auch wenn man einen Moment braucht um zu filtern, was Gemälde und was Menge war.

Also wieder raus an die frische Luft und weiter zum Tour de Eiffel. Da ich ja aus Berlin komme hatte ich beim Gedanken an den Eiffelturm einfach den Funkturm im Kopf. Wenn ich daran denke, muss ich Lachen. Ich kam mir sehr sehr klein vor. Wirklich klein. So muss sich ein Hobbit fühlen. Riesig! Mehr ist dazu auch eigentlich schon nicht zusagen. Wenn du unten durchläufst und nach oben schaust, wenn du realisierst, dass du wirklich so gut wie eine ganze Metrostation weit laufen musst, um ihn in seiner vollen Pracht zu sehen, dann weißt du, dass du am Eiffelturm stehst.

Und wieder hatten wir einen kleinen tierischen Freund auf dem Weg. 🙂

Den nächsten Vergleich zog ich dann am Champs Elysées, am Arc de Triumph. Siegessäule. Diesmal wirklich. Halt nur quadratischer und kleiner als hier in Berlin. Sehr schön fand ich die Tatsache, wenn man durch ihn hindurchschaut auf einer Linie mit dem Louvre und La Defense zu stehen. Umrisse konnte man auf beiden Seiten erkennen.

Sehr patriotisch die Franzosen. Danach durfte ein wenig shoppen am Champs Elysées natürlich nicht fehlen. 😉 Und damit war das touristische Sightseeing beendet. Sehr anstrengend, aber definitiv sehenswert!

Ich hoffe es hat euch gefallen. Mehr Bilder wie immer in meiner Bildersammlung.

Kürzel L black

Paris – Teil I Monmatre

Ihr Lieben,

|L war letzten Monat für vier Tage in Paris und jetzt bin ich hellauf begeistert. Eine sehr schöne Stadt! Ich werde es auch in 3-4 Posts verpacken, damit das nicht so elendlich lang wird und ich auch nichts vergesse. Um die Spannung vorweg zu nehmen: es ist nichts spannendes passiert, ABER! ich fand, es waren einfach nur vier wunderschöne Tage. Super Wetter, die Franzosen war trotz Verständigungsschwierigkeiten relativ nett und nette Begleitung hatte ich auch noch. Nein, diesmal war es nicht meine liebe A|, obwohl diejenige auch mit dem gleichen Buchstaben anfängt 😉 Es ist die selbe Freundin, die mir meine Jahresaufgabe geschenkt hat. Also sind wir beide, bewaffnet mit Spiegelreflex und Einwegkamera durch diese tolle Stadt gezogen. Zum Glück ist sie ein wenig der Sprache mächtig, was so manche Situation vereinfacht hat 🙂 (So ist das, wenn man in der siebten Klasse sagt: “Neee, Frankreich find ich doof, ich nehme Latein!”(habe es aber nie bereut))

So aber nun weiter im Text. Ich beginne mit unserem Ankunftstag, denn wir waren vormittags schon da. Wir hatten uns vorher übers Internet eine kleine süße Ferienwohnung gemietet, mit der wir auch vollends zufrieden waren! Süße 31 qm, aber auf 2 (1/2) Etagen verteilt. Klein aber fein, mit kompletter Ausrüstung. Sophie, unsere Gastgeberin, war sehr nett und freundlich und bei Ankunft erwarteten uns gleich ein Baguette, 2 Schokocroissants und ein Stadtplan mit ihren persönlichen Empfehlungen zu Essen, Einkaufen und Sehenswertem. Kurz darauf zogen wir auch los und gingen als erstes in den Supermarkt. Ziemlich groß und anscheinend gut bewacht mit Sicherheitspersonal.
Ich muss dazu sagen, dass wir nicht in Monmatre, dem Künstlerviertel, gewohnt haben, wie die Überschrift vielleicht vermuten lässt, sondern eine Straße weiter im – wie wir es nannten – Ghetto. Haha, ja so kam es uns vor. War ein bisschen unheimlich und wirkte bedrohlich, aber es ist zum Glück nichts passiert. Aber es wird einem schon irgendwie anders, wenn da eine Horde Männer (und damit meine ich einen ganzen Clan!) schon am UBahn-Eingang steht und einerseits billige Sachen aufdrängen verkaufen mag und schon von oben auf die Treppe schauen, um zu gucken, wer da denn hochkommt. Naja, wie gesagt, alles gut gegangen, hatten zum Glück auch nur einen Fußmarsch von drei Minuten dann zur Wohnung und 3 Schlösser an der dicken Tür und Gitter an den Fenstern! 😉

Da man, um nach Monmatre zu kommen, nur die große Straße überqueren musste, haben wir die Chance natürlich gleich genutzt und sind nach dem Einkaufen durch den Bezirk geschlendert. Wirklich. Sehr. Schön! Alt, malerisch. Küntslerviertel eben.

Zuerst zog es uns zu der beeindruckenden Sacré-Coeur. Nach einer gefühlten Ewigkeiten Treppensteigen und kurz vor Luftnot erbreitet sich ein Anblick, der wirklich beeindruckend ist. Eine wunderschöne Kathedrale/Kirche zur Rechten, vor der sich unheimlich viele Menschen tummeln, umgeben von Straßenverkäufern, Bettlern und – ja – Soldaten mit Maschinengewehren. Ein kurzer Schock und ein etwas mulmiges Gefühl und danach probiert, sie zu ignorieren, was bei dem super Ausblick zur Linken auch gut geht. Denn da sah man (vielleicht) ganz Paris zu seinen Füßen liegen. Notre-Dame, den Eiffelturm und unzählige Gassen und Gebäude. Wundeprächtig! Innen waren wir natürlich auch, da durfte man nur keine Fotos machen. War aber auch völlig ok. Ich finde es jedes Mal beeindruckend, zu was Menschen fähig sind. Wenn man bedenkt, zu was für einer Zeit sie solche Gebäude errichtet haben. (Sagte ich schon?) Beeindruckend!

Wir haben uns dann rechts gehalten und sind zum Place du Terte, auf dem die vielen Straßenkünstler ihre Werke ausstellen und versuchen, dich für ein Portrait zu gewinnen. Zwar sehr touristenlastig, aber hey, wir waren ja auch welche. 🙂 So sind wir einfach nur ein wenig umhergeschlendert durch die vielen kleinen Gassen, haben in einer schönen Bäckerei noch Brot geholt und uns andere kleine Geschäfte angeschaut. Und als wir einmal Pause auf einer Bank auf einem kleinen Platz machten, besuchte uns dieser kleine Freund hier.

Man hätte fast meinen können, er kam, weil er meine Kamera sah haha. Er wollte es so, wirklich! Sehr süß!

Und so ging der erste Tag auch schon fast zu Ende. Wir waren noch lecker Essen (italienisch in einem französischem Restaurant, das muss man erstmal schaffen!) und haben dann den Luxus eines Beamers in unserer Wohnung genossen und noch Filmchen geschaut.

 

Nächste Woche gibt es dann Teil II 😉

Mehr Bilder findet ihr wie immer in meiner Bildersammlung.

Kürzel L black

 

Edinburgh

Sanft werden die sandsteinfarbenen Gebäude von den frühsommerlichen Sonnenstrahlen beleuchtet. Eine frische Brise umweht den Efeu, der sich an den geraden Wänden empor hangelt. Der steilen Straße folgend tummeln sich die verschiedensten Charaktere in den Gassen und Ecken der Royal Mile. Neben all den vielen Touristen, die wie Ameisen in den unterschiedlichsten Läden verschwinden um wieder aufzutauchen, fallen die eigentlichen Bewohner fast gar nicht auf.

Ab und zu erblickt man einen umherhuschenden Geist mit Weidenkörbchen in der Hand und Chucks an den Füßen oder auch einen in Polyester gekleideten Magier mit Spitzhut, der euphorisch seinen Zauberstab den umherstehenden Gebäuden entgegenstreckt. In naher Ferne hört man einen Dudelsack dudeln und ist man fast oben, so sieht man William Wallace kampfbereit und mit einem Spendenhut am Straßenrand stehen. Tritt man zum Schluss durch die riesigen Tore und lässt sich von dem starken Wind die Haare verwehen, so hat man es geschafft und steht vielleicht neben Mons Meg auf dem Edinburgh Castle und wartet, dass es 13 Uhr schlägt.

Wo waren wir? Schottland!

In unserer Rubrik “Fernweh” möchten wir euch gerne von unseren Reisen erzählen. Einige haben wir zusammen erlebt, andere getrennt. Wir beginnen mit einer aus dem letzten Jahr, in der wir eine drei-Tage-Städte-Reise nach beautiful Edinburgh gemacht haben. Warum? |L liebt Schottland und hat A| mitgeschleppt, sie war nämlich noch nie da.

Kurz aber prägnant, war die Devise! Denn die Reise fing gut an…nämlich damit, dass auf dem Flughafen auf einmal das Gepäckband nicht mehr funktionierte und wir 45 min warten mussten, bis es weiterging und somit fast den Flug verpasst hätten. Zum Glück hatten wir zum Umsteigen in Brüssel, trotz obligatorischer Verspätung, genug Zeit zum Umsteigen. Angekommen in Edinburgh ganz praktisch direkt vom Flughafen in die City in einer halben Stunde “by bus”, quasi direkt vor unsere Hosteltür, wenn da nicht kurzerhand der Koffer von |L auf einmal weg gewesen wäre. Ganz allein, in einem fremden Land, in einer fremden Stadt, in der Hand von einer absolut fremden Frau, sahen wir ihn davon ziehen, um die Ecke und weg war er! A| geistesgegenwärtig wie sie ist, hat Träumerin |L darauf aufmerksam gemacht, in dem sie irgendetwas schrie und einfach losstürmte. Dem Busfahrer noch galant zugerufen: “Please wait, my Koffer!” war auch sie der dunklen Gasse hinter der Ecke verfallen. Allen Mächten sei dank, kam sie kurzerhand, völlig außer Atem, kreidebleich aber mit dem Koffer in der Hand zurück. Meine Heldin! (|L) Zur Verteidigung der fremden Frau: Auch sie schien eine Träumerin zu sein und da ist es ja nicht verwunderlich, dass die Koffer zweier Träumerinnen mal verwechselt werden. Denn ihrer sah dem von |L schon etwas ähnlich…

Nach dem ersten Schreck kamen wir an unserem Hostel an. Wir wussten, dass es zentral gelegen ist, aber dass es so zentral war, hat uns dann doch freudig überrascht. Das “Belushi’s” sollte es sein. Eigene Bar, Free-Wifi, freundliche Betreuung und urgemülich. Es ist zwar dennoch ein typisches Hostel, aber wir können es wärmstens empfehlen. Preis-Leistung stimmt und man kommt fußläufig eigentlich überall hin. Und das Edinburgh Dungeon ist direkt vor der Tür.

Obwohl ein wenig geschafft von der Anreise, sind wir am späten Nachmittag noch ein wenig durch die Gassen der “Old Town” geschlendert. Was soll man sagen? Zu jeder Tages- und Nachtzeit einfach nur schön anzusehen!

Wir mussten uns halt ein wenig die Zeit vertreiben, da ab 21Uhr in der Hostel-Bar ein Comedy Programm stattfinden sollte. Hätten wir vorher gewusst, was uns erwartet, wären wir wahrscheinlich, nein eigentlich definitiv nicht hingegangen. Wir sagen nur so viel als Fazit: Für die deutsche Geschichte ist man selbst nach fast 70 Jahren immer noch verantwortlich und muss sich von einem völlig Fremden (evtl. Betrunkenem) von der Bühne aus anschreien und virtuell erschießen lassen. Punkt.

Zum Glück sind wir nicht nachtragend und haben nicht fluchtartig unsere Koffer (beide waren noch da!) gepackt und sind wieder zurück. Nein, wir sind neuen Mutes am nächsten Tag durch Old und New Town geschlendert. Geshoppt, gegessen, Sehenswürdigkeiten (tolle Uni!) etc pp. Eine Sache müssen wir aber noch erzählen. Nämlich die Geschichte, wie wir ungewollt beinahe zu Filmstars wurden.

Schon früh morgens bemerkten wir in naher Ferne reges Treiben direkt vor der Scottish National Gallery. Über den Tag verteilt, immer mal wieder beim Näher kommen, fragten wir uns, was da los sei. Von Party, Charity-Veranstalung bis hin zu Demo haben wir alles erwartet. Laute Musik und zwischendurch mal tanzende Menschen. Doch als wir am Ende des Tages dann beschlossen: “jetzt gehen wir doch mal nachgucken”, entdeckten wir, dass es Filmarbeiten waren. |L brach gleich in Panik aus und suchte verzweifelt nach den Darstellern von “Glee”, wurde aber gleich darauf enttäuscht. Also schauten wir uns am Rande der Menschenmasse das Spektakel ein wenig an. Kurze Proben und Aufnahmesequenzen vor nur ein/zwei Minuten. Wir wunderten uns schon, warum da so viele Menschen zugucken durften, dachten uns nichts dabei, weil ist ja ein öffenlticher Platz und wirkt dann authentischer. Also liefen wir irgendwann ans andere Ende und gesellten uns dazu. Schön fanden wir auch, dass sogar Brötchen für die hungrigen Zuschauer verteilt wurden…Alle waren so fröhlich und gespannt, dass sogar die Aufpasserpolizisten mitschauten. Und da wir ja sehr neugierig sind und |L relativ klein ist, mussten wir natürlich auch etwas weiter nach vorne. Das Spektakel ging von vorne los, diesmal eine komplette Szene. Die Mengen drängten sich immer näher an die Darsteller heran und als der Höhepunkt der Szene kam, klatschten alle ganz freudig mit. Wir dabei! So eine tolle Stimmung!
Doch auf einmal drehten sich alle um uns herum, Polizisten eingeschlossen, um und wir schauten in die Augen zahlreicher Statisten, die sogleich auch anfingen, zu tanzen. A| schrie in Panik: “Wir müssen mittanzen!” und machte reflexartig irgendwelche Bewegungen, die man als Tanzen hätte deuten können, während |L wie zur Salzsäule erstarrt einen Moment brauchte, um überhaupt zu verstehen, was gerade um sie herum passierte. Zum Glück setzte bei uns beiden dann der Fluchtreflex ein und wir ließen die irritierten Tänzer zurück.
Um uns von dem Schreck zu erholen, begaben wir uns wieder ein wenig an den Rand. Erst jetzt fiel uns auf, dass besagte Zuschauer beim nächsten Start der Aufnhame alle nur so taten, als wären sie zufällig an diesem Ort. Für Statisten eine echt gute schauspielerische Leistung. Uns haben sie immerhin überzeugt. 😉

Gut, damit dass hier jetzt nicht noch  länger wird, kürzen wir das ganze jetzt ab: Am nächsten Tag ging es schweren Herzens schon wieder zurück, |L’s Koffer kam natürlich nicht mit, aber egal. War eine Woche später ja wieder da. Ist sie ja auch schon gewohnt.

Danke, falls du es bis hierhin geschafft hast, das ist ‘ne Leistung!

Noch mehr Bilder findest du in Lauras Bildersammlung. 🙂

Einen wundertollen Tag noch.

Kürzel A blackKürzel L black

PS: Oben erwähnter Film ist ein Musical und schimpft sich “Sunshine on Leith“. In dieser Szene waren wir dabei! Wer uns findet, bekommt ein schottisches Frühstück von uns 😉

Winterferien

Nun ist der Januar schon wieder vorbei, der erste Monat dieses noch neuen Jahres. Und es kommt mir schon wieder so vor, als wäre Sylvester so nahe.

Deswegen kann man sich auch schon wieder an seinen Urlaub zurückerinnern, findet ihr nicht? (Obwohl man das ja eigentlich immer machen kann 😉 ) Ich war über Weihnachten und Sylvester in Bayern, genauer gesagt in Garmisch-Partenkirchen und Grainau (wer es nicht kennt, liegt beides direkt nebeneinander, direkt unter der Zugspitze. Wundertoll! Ich bin da öfter hehe)

Am 1. Weihnachtsfeiertag ging es los. Wirklich viel mehr Schnee als hier in Berlin gab es bei Ankunft aber leider auch nicht. Aber zum Skifahren scheints zu reichen.

Ein wunderbares Hotel (obwohl ich ja eher der Ferienwohnungs-Typ bin), etwas abgeschieden an einem kleinen Bergsee. Wunderbares Ambiente und exzellenter Service. Schön wie immer!

Und was hab ich da gemacht? Ganz viel und auch wieder nichts 🙂 Nur ein paar Auszüge:

Einen Tag war ich in der City – shoppen natürlich, was sonst. An diesem Tag war auch gleichzeitig Markttag.

Einen Tag schön am See gesessen, Kaffe, Kuchen, Sonne im Gesicht und Leuten beim Eislaufen zu sehen: herrlich!

Dann gab es den “Laternd’l – Markt” in Grainau, ein kleiner alljährlicher Markt, ganz bescheiden, aber wunderschön, bei dem sich hauptsächlich die Dorfbewohner zusammenfinden um in kalter, aber gemütlicher Umgebung einen Glühwein zusammen zu trinken und sich zu unterhalten. Etwas live Hintergrundmusik gab es auch. Natürlich echt bayrisch!

Skifahren dufte natürlich auch nicht fehlen! Leider nur zwei Tage, da der Schnee doch nicht wirklich ausreichend war, bzw. einfach nicht schön zum fahren. An dieser Stelle würde ich natürlich gerne ein paar schöne Bilder von den Pisten und dem unglaublich schönen Bergpanorama zeigen, aber leider wurde der erste Tag davon überschattet, dass der Rucksack samt Kamera geklaut wurde. Garmisch-P. hat eine echt süße Polizeiwache!

Naja, blöd gelaufen, nicht weiter darüber aufregen, zum Glück existierte für den Urlaub noch eine zweite Kamera. Damit am Sylvesterabend dann auf einen kleinen Berg gestiegen (Nachtwanderung!) und von da aus die Stadt und ihren erleuchteten Moment zum Jahreswechsel beobachtet. Das sah wirklich sehr schön aus! Irgendwie war man zwar ganz weit weg, alles sah so klein und fein aus, aber gleichzeitig war man auch mittendrin.

Am nächsten Tag ging es natürlich zum berühmten Neujahrsspringen an der (neuen) Skischanze in Partenkirchen! Einen schönen Sparziergang durch die Wies’n dorthin gemacht, dabei von der Sonne beschienen worden und zum Schluss die letzten Springer springen sehen. Und dabei auch den diesjährigen Gewinner! 😉 Unglaublich viele Leute und unglaubliche Stimmung!

Die Tage danach einfach nur noch genossen, Wellness, Essen usw. 🙂

Trotz zwischendurch immer mal wieder abschotten und für die damaligen Prüfungen lernen, war es wieder mal sehr schön da und ich ersehne schon den nächsten Besuch!

Wo fahrt ihr so am liebsten hin? Bzw. fragen wir doch mal: Was ist euer schönstes Ferienerlebnis? 😉

Einen schönen Start in die neue Woche!

|L