Paris – oder auch die neu entdeckte Liebe (Teil III)

Paris ist schön. Umgeben von schönen Menschen, die selbst frisch erwacht aussehen, wie aus einem Katalog entsprungen. Die hoffentlich nicht so sehr Smog belastete Luft, die man tief einatmet, steht man an der Seinne und schließt die Augen. Die vielen kleinen Cafés und Bäcker, die einen einladen, sich zu ihnen zu setzen, neben die schönen Menschen.

Paris ist alt. Gebäude, die sich seit Jahrzenten nicht verändert haben und immer noch diesen gewissen Charme versprühen. Denkmäler, die ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Und eine Landesgeschichte, die sich in dem Patriotismus der Franzosen offen wiederspiegelt.

Paris ist neu. Moderne Gebäude zwischen den alten. Moderne Einkaufsläden, Baustellen, die solche erahnen lassen. Smartphones in den Händen der umherlaufenden Menschen. Neue Leute, die täglich im Strom anreisen. Der Versuch, Sushi to go in der U-Bahn zu essen. Ein Beamer und eine DVD Sammlung in der Ferienwohnung.

Paris ist gefährlich. Enge Gassen, in denen man nachts nicht unbedingt lang laufen möchte. Warnungen des Diebstahls, die manchmal Taten werden. Auflauernde, beobachtende Gestalten, die darauf warten, dass du einmal unaufmerksam bist. Zwielichtige Gegenden, die bedrohlich wirken. Die Tasche immer eng am Körper und vorne tragend.

Paris ist sicher. Auf dem Fahrrad umherfahrende Polizeistreifen. Mit einem Gewehr bewaffnete Soldaten lang stolzierend vor den großen Sehenswürdigkeiten. Sicherheitspersonal in den Supermärkten und Einkaufsläden.

Paris ist schmutzig. Beschmierte Wände, rumliegender Müll, der Gestank nach Urin an manchen Ecken. Zerkratzte Scheiben in den Zügen. Großstadt eben.

Paris ist sauber. Gepflegte Parkanlagen, geputzte öffentliche Plätze, Personal, das für Ordnung sorgt und in der Innenstadt weit und breit saubere Gebäude und Straßen.

Paris ist arm. Heruntergekommende Bauten, bröckelnde Wände. Starke soziale Unterschiede. Obdachlose, die in den UBahnhöfen schlafen (müssen).

Paris ist reich. Prunkvolle Läden, upper class und haute cuisine. Ein ganzes Symphonieorchester, das mehrmals die Woche im Ubahnhof Châtelet die vorbeiziehenden Pariser mit klassischer Musik begleitet. Direkt neben den oben beschriebenen Schlafenden.

Paris ist unfreundlich. Kaum ein Lächeln auf den Lippen, der umhergehenden Menschen. Eine alles sagende Mimik, wenn sie begreifen, dass du kein Wort französisch sprichst und aus Protest nicht ins Englische wechseln. Gekonntes Ignorieren, wenn du verloren mit der Stadtkarte da stehst und dich fragend umschaust.

Paris ist höflich. Immer ein bonjour und au revoir. Merci und pardon als stetige Begleiter. Ohne Meckern oder Kommentar wird einfach aufgestanden und der Sitzplatz freigegeben, auch wenn wir einfach nur zwei Freundinnen waren und sonst nicht hätten zusammensitzen können. Und zwischendurch doch vereinzelte Hilfsbereitschaft.

Paris ist romantisch. Verliebte Paare unter und auf dem Eiffelturm. Hochzeiten, ganz öffentlich. Pralinen für den/die Liebste/n soweit das Auge reicht. Rosa Toilettenpapier im Kaufhaus.

Paris ist stumpf. Gelassenheit, die schnell in Langeweile umgewandelt wird. Desinteresse an jeder Ecke und in jedem Laden. Stumpf für die Schönheiten der eigenen Stadt.

Paris ist voll. Voll von Eindrücken und Erlebnissen, Möglichkeiten und Augenblicken. Voll von Baguette und leckeren Düften. Voll von melodischer Sprache, untermalt von gekonnter Straßenmusik. Voll von Lachen und Lebensfreude. Voll von Kultur und Kunst, für jeden zugänglich und stets erreichbar. Voll von Momenten, die einfach nur schön sind.

Paris ist schön. Voll schön.

Kürzel L black

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Paris – Teil II Sightseeing

Heute nehme ich Euch mit zu einer kleinen Sightseeing Tour durch Paris. Wir beginnen bei strahlendem Sonnenschein und frischer Frühlingsbrise an “unserer Dame” Notre-Dame, genießen danach die Fülle an Menschen und Kunst im Louvre und teffen Mona Lisa. Über den Eiffelturm geht es dann zum Champs Elysées, um festzustellen, dass der Arc de Triumph unserer Berliner Siegessäule gar nicht so unähnlich ist.

Lust? Dann geht’s los! 🙂

 

Wie gesagt. Es ist sonnig. Der Frühling kommt in vollen Zügen durch, eine frische Brise weht und Vögel singen im Chor. Wenn du dann aus der Metro heraus an die Oberfläche trittst, erblickst du nicht allzu fern Notre-Dame.

Schon von hier kannst du erkennen, dass du sicherlich nicht der Einzige bist, der sich an diesem Tag dazu entschlossen hat dieser Kathedrale einen Besuch abzustatten. Nichts desto Trotz ist es einfach nur beeindruckend, davor zu stehen. Nach einem Rundgang durch das Innenleben, andächtig und ehrfürchtig, dann um 12Uhr mittags den Kirchenglocken zu lauschen, hat etwas magisches. Und dann noch durch den anliegenden Park zu spazieren um die ersten Kirschblüten zu entdecken.

Aufgetankt geht es dann weiter zum Kulturschock 😉 Das Louvre ist das Ziel. Vorweg sei gesagt, solltest du unter 26 Jahre alt sein, versuche nach Paris zu fahren! Denn dort gibt es eine Art Jugendkulturförderprogramm und du kommst in viele Sachen vergünstigt oder sogar kostenlos rein. Wie auch im Louvre! Und mache nicht den gleichen Fehler wie ich, denn |L, die brave deutsche Bürgerin, sieht die Schlange am Ticketschalter und stellt sich eine ganze halbe Stunde an, um dann zu erfahren, dass ich hätte einfach nur durchgehen brauchen. Perso gezückt und du kannst reingehen wo du magst!

Dieses Gebäude, Museum wie auch immer, ist einfach nur riesig. Ich habe alleine 15 min gebraucht, um zur Mona Lisa zu kommen (was auch daran gelegen haben kann, dass ich mich garantiert unbewusst verlaufen habe). Die Gemälde und Skulpturen in der Menge sind echt beeindruckend, so viel geballte Kunst muss man erst einmal vertragen. Leider auch eine geballte Menge an Menschen. Das war mir eindeutig zu voll. 1h habe ich es insgesamt ausgehalten, was ich sehr schade fand, da man da sicherlich einen ganzen Tag hätte verbringen können. Es war wirklich ein Kampf, der doch so winzigen Mona Lisa guten Tag zu sagen. Zum Teil kam ich mir vor, als wenn Leonardo da Vinci persönlich dort stehen würde. Interessant war es aber, wenn man sich umdreht das riesige Abendmahl im Vergleich zu sehen, auch wenn man einen Moment braucht um zu filtern, was Gemälde und was Menge war.

Also wieder raus an die frische Luft und weiter zum Tour de Eiffel. Da ich ja aus Berlin komme hatte ich beim Gedanken an den Eiffelturm einfach den Funkturm im Kopf. Wenn ich daran denke, muss ich Lachen. Ich kam mir sehr sehr klein vor. Wirklich klein. So muss sich ein Hobbit fühlen. Riesig! Mehr ist dazu auch eigentlich schon nicht zusagen. Wenn du unten durchläufst und nach oben schaust, wenn du realisierst, dass du wirklich so gut wie eine ganze Metrostation weit laufen musst, um ihn in seiner vollen Pracht zu sehen, dann weißt du, dass du am Eiffelturm stehst.

Und wieder hatten wir einen kleinen tierischen Freund auf dem Weg. 🙂

Den nächsten Vergleich zog ich dann am Champs Elysées, am Arc de Triumph. Siegessäule. Diesmal wirklich. Halt nur quadratischer und kleiner als hier in Berlin. Sehr schön fand ich die Tatsache, wenn man durch ihn hindurchschaut auf einer Linie mit dem Louvre und La Defense zu stehen. Umrisse konnte man auf beiden Seiten erkennen.

Sehr patriotisch die Franzosen. Danach durfte ein wenig shoppen am Champs Elysées natürlich nicht fehlen. 😉 Und damit war das touristische Sightseeing beendet. Sehr anstrengend, aber definitiv sehenswert!

Ich hoffe es hat euch gefallen. Mehr Bilder wie immer in meiner Bildersammlung.

Kürzel L black